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Kunstbetrachtung im Kindergarten Kleefeld 3

Kunsthaus Zürich (zitiert aus einer Medienmitteilung, Zürich, 23. November 2007)

Kinder verfügen über eine tolerante Neugier. Sie fragen nicht ständig, ob etwas Kunst sei. Was aber sagen Kinder zu modernen Bildern und Plastiken, und was können Erwachsene darüber erzählen? Anhand einer Auswahl von Werken, die in unterschiedlichsten Beziehungen zur alltäglichen Wirklichkeit stehen und die durch verschiedenste künstlerische Anliegen, Materialien und Techniken geprägt sind, fördert "Augenblicke" den Dialog zwischen Jung und Alt und schult das Auge für die Kunst.

Das Kunsthaus Zürich veröffentlicht mit "Augenblicke. Ein Schau-Spiel für Kinder" eine Kunstschachtel für Kinder von 5 bis 8 Jahren. Sie umfasst zwölf grosse Reproduktionen von Gemälden und Plastiken des späten 19. und des 20. Jahrhunderts aus der Sammlung des Kunsthauses sowie je vier Karten, die sich auf diese Werke beziehen. Dazu kommt ein Erzählheft, mit dem Erwachsene die kleinen Zuhörer begleiten können und das dem eigenen Entdecken viel Raum gibt.

Die Kinder des Kindergartens Kleefeld 3 haben sich mit Barbara Schlueb und Agnes Solothurnmann Gedanken zu den folgenden Kunswerken gemacht.

Robert Delaunay, Formes Circulaires, 1930

"Viele Planeten, farbige Sonne, Diskokugeln." Dilan, 5-jährig

"Der tiefste Tornado." Giulia, 6-jährig

"Stromkabel in einer Maschine. Die Kreise sind der Strom, der Stromkreis." Rohnahi, 6-jährig

Meret Oppenheim, Fleur masquée, 1958

"Er trägt eine Perücke." Julian, 5-jährig

"Es ist ein Lampenmensch, der leuchtet." Ronahi, 6-jährig

"Das ist ein Baum mit einer Seifenblasenblume: Unten hat es Wasser, das durch das weisse Roher hinausgeht. Oben wird dann eine Seifenblase ausgespuckt." Dilan, 5-jährig

Peter Fischli und David Weiss, Flowers, 1998

"Ich sehe eine unsichtbare Blume, ihre Farbe ist durchsichtig." Mehdi, 6-jährig

"Ein Vogel fliegt in den Löwenzahn. Er bleibt in den roten Tupfen hängen, sie sind klebrig." Dario, 5-jährig

"Der Löwenzahn ist in die Bäume gewachsen. er wurde hinaufgeblasen." Linda, 6-jährig

Max Ernst, La ville entière, 1935/36

"Der Himmel ist blaugrün, es ist Nacht, eine grosse Finsternis." Mehdi, 6-jährig

"Wenn das Gestrüpp über das Bauwerk hinaufwächst, kann niemand mehr hinaufgehen." Guilia, 6-jährig

"Die Biskuittreppe wurde mit einem Teppich überzogen." Edis, 5-jährig

Sigmar Polke, Schattenkabinett, 2005

"Der Clown sieht aus wie ein Handschuh." Livio, 6-jährig

"Sie sind in einem Zirkuszelt, dem das Dach fehlt." Patrick, 6-jährig

"Das ist eine Geisterbahn. Sie fährt auf dem schwarzen, gewellten Band." Mariama, 5-jährig

Rudolf Koller, Liegender Windhund, 1852

"Wenn er aufsteht, hat er keinen Platz mehr auf dem Bild." Noah, 6-jährig

"Er trägt ein Halsband; er gehört jemandem, einem Mann, der viel spricht." Edis, 5-jährig

"Es ist Nacht. Er schläft nicht, er überlegt, was er machen will. Hundefutterjagen." Julian, 5-jährig